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Der kürzeste Weg von der Spitzenforschung zum Patienten

Vertreterinnen und Vertreter des Jülicher Krankenhauses, des Forschungszentrums Jülich, des FH-Campus Jülich und der Politik trafen sich im Krankenhaus. Sie waren sich einig, dass eine Kooperation der Nachbarn für alle Beteiligten ein großer Gewinn ist.

Die Patientinnen und Patienten des Krankenhauses Jülich profitieren künftig von den kürzesten Wegen zwischen Spitzenforschung und Gesundheitsversorgung. Das Krankenhaus steht vor einer Partnerschaft mit dem Forschungszentrum Jülich und dem Campus Jülich der FH Aachen. Die intensive Zusammenarbeit wird für alle Beteiligten ein großer Gewinn. Darüber sind sich die Teilnehmer des zweiten Kooperationsgesprächs einig, zu dem das Krankenhaus jetzt Vertreter der beiden wissenschaftlichen Institutionen eingeladen hatte. Dabei wurden bereits konkrete Projekte ins Auge gefasst. Sie reichen von der praxisnahen Ausbildung der Studierenden über den Einsatz neuester mobiler Anwendungen zur Erfassung von Gesundheitsdaten bis zur Nutzung Künstlicher Intelligenz in der Diagnostik.

„Wer Europas größtes interdisziplinäres Forschungszentrum und eine der führenden Hochschulen für angewandte Wissenschaften seine Nachbarn nennen darf, der sollte sich das zunutze machen", ist der Jülicher Bürgermeister Axel Fuchs überzeugt. Unmittelbar nach der Entscheidung zur Übernahme des Krankenhauses durch die Stadt hat er daher die Initiative ergriffen und für eine enge Verzahnung der Nachbarn geworben. Mit Erfolg: Das Interesse war auf allen Seiten so hoch, dass einem ersten Gedankenaustausch nun bereits das zweite Treffen folgte.

„Es passt. So viel kann ich jetzt schon sagen", freute sich nicht nur der Bürgermeister über die vielen Anknüpfungspunkte zwischen den Verantwortlichen des Krankenhauses und den Wissenschaftlern. Auch Krankenhaus-Geschäftsführerin Julia Disselborg ist sicher: „Diese Kooperation bedeutet für uns und unsere Patientinnen und Patienten einen großen Schritt nach vorn. Das Forschungszentrum und die FH leisten faszinierende Beiträge für die Zukunft der Medizin. Es ist für uns ein großer Vorteil, wenn wir davon als Partner direkt profitieren können."

Eine Einschätzung, die Dr. Klaus Hindrichs (Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Orthopädie, der Allgemein-, Unfall- und Viszeralchirurgie), Dr. Sabine Tack (Chefärztin der Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie) und Dr. Christoph Walter (Chefarzt der Inneren Medizin mit den Schwerpunkten Gastroenterologie, Kardiologie und Pneumologie) nach dem intensiven Austausch teilen. Auch sie sehen viele Berührungspunkte mit Jülicher Forschungsthemen und sind überzeugt davon, dass sich daraus wertvolle neue Optionen in der Patientenversorgung ergeben.

Äußerst wertvoll auch für die Forschung
Mit Prof. Katrin Amunts und Prof. Simon Eickhoff waren aus dem Forschungszentrum die führenden Köpfe des Fachbereichs Neurowissenschaften und Medizin zu Gast im Krankenhaus. Für sie steht außer Frage, dass ein direkter Draht zu den Problemstellungen und Herausforderungen des Krankenhausalltags für die Forschung äußerst wertvoll ist. „Bei unseren Kooperationen haben wir es oft mit der optimierten Welt der Unikliniken zu tun. Die Zusammenarbeit mit dem Jülicher Krankenhaus gibt uns die Möglichkeit zur realistischen Anwendung unserer Entwicklungen in der Breite", erklärt Prof. Eickhoff. So soll für die Jülicher Kardiologie-Patienten eine telemedizinische Plattform zur Verfügung gestellt werden, mit denen sie in ihrem Alltag per Handy zahlreiche Daten erfassen können, die den behandelnden Ärztinnen und Ärzten wertvolle Hinweise für die individuell passende Therapie geben. „Ich sehe ein großes Potenzial für eine Zusammenarbeit im Bereich digitaler Werkzeuge", bekräftigt Prof. Katrin Amunts. Aus ihrem Themenfeld will sie modernste Methoden der Künstlichen Intelligenz zur Auswertung von Daten aus der Bildgebung in die Kooperation einbringen. Auch bei einem Strukturwandelprojekt will das Forschungszentrum das Krankenhaus mitnehmen. Es dreht sich um die spannende Frage, wie Superrechner in Zukunft Leben und Arbeiten unterstützen. In der medizinischen Versorgung ergeben sich daraus völlig neue diagnostische Möglichkeiten, wie Projektleiter Dr. Andreas Lintermann erläuterte.

Praxiserfahrung für die Studenten
Bei der Zusammenarbeit des Krankenhauses mit dem FH-Campus Jülich messen beide Seiten neben Forschungsthemen einer Kooperation in der Lehre große Bedeutung bei. Für Prof. Torsten Wagner, Dekan im Fachbereich Medizintechnik und Technomathematik, liegen die Synergien bei den FH-Studiengängen Medizintechnik und Physiotherapie auf der Hand. „Bei der Ausbildung unserer Studentinnen und Studenten sind wir angewiesen auf die Praxis", formulierte es Prof. Wagner im Krankenhaus klar. „Daher freuen wir uns darauf, die bisher nur punktuelle Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus in Forschung und Lehre deutlich zu forcieren." Rückenwind wird es für die Kooperation auch aus der Kommunalpolitik geben, weiß Bürgermeister Axel Fuchs, der es sehr begrüßte, dass mit dem Stellvertretenden Bürgermeister Hans-Günter Engels und Marco Johnen zwei Ratsvertreter am Treffen im Krankenhaus teilnahmen.

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